Donnerstag, 2. Dezember 2010

Montag, 29. November 2010

Birds, Birds, Birds…

Ein kleiner Bummel in Hong Kong mit meiner alten Rolleicord III und ein paar Rollen Fuji Provia 400X vom Bird Garden in der Yuen Po Street bis zum “Wet Market” in Shau Wai Kan.

Mein Anblick beim Herumbummeln sorgte in einer Stadt, in der es scheinbar keinerlei analoges Filmmaterial mehr zu kaufen gibt und wirklich jeder “digital” herumläuft, für allerhand – positive - Aufmerksamkeit und amüsante Gespräche über deutsche Wertarbeit :)

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Donnerstag, 25. November 2010

A day at the races.

Sonntag ist regelmäßig Renntag in Sha Tin, einer Satellitenstadt in den New Territories. Der Mittwoch ist traditionell der alten Happy Valley-Rennbahn auf Hong Kong Island vorbehalten. Meistens werden 10 Rennen angesetzt, die dann auch immer gut besucht sind, Happy Valley bekommt durch die zentralere Lage und den “Michael Palin-Effekt” natürlich immer die Flut der Touristen ab. Zum Racecourse kommt man aber ganz problemlos mit der Metro (die hellblaue Linie nach Shenzen), die am Renntag sogar eine extra Haltestelle dort anfährt. Der Eintritt ist mit unter 10$ (Octopuscard wird wie überall akzeptiert) sehr günstig, Snacks und Getränke gibt es ebenfalls überall preiswert.

Wenn man sich im Vorfeld der Rennen mal die 8seitige Rennbeilage der “South China Morning Post” anschaut, kann man beim Querlesen durchaus einen ordentlichen Tip bekommen. Zwar ist das dann wahrlich kein “Red Hot Tip”, aber auch mit einfachen Win-Wetten auf den engeren Favoritenkreis kann man sich bei minimalem Risiko (Einsätze von 50-100$) ein fürstliches Abendessen zusammenwetten.

Das Ankreuzen der Wettscheine ist ganz simpel, die Schalterdamen helfen einem beim ersten Mal auch – und wünschen erfreulicherweise immer “Good luck!”. Bei uns hat das geholfen, in den 4 Rennen, die wir am Nachmittag noch mitbekommen haben, haben unsere Pferde gewonnen – 380$ Nettogewinn Smiley

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Samstag, 20. November 2010

Sonntag, 24. Oktober 2010

So ein kleines bisschen Rebellion. Georg Schramm in Erfurt, 23.10.2010

"Meister Yodas Ende", das neue Programm Georg Schramms, heute übrigens erst zum 17. Mal vor zahlendem Publikum, traf, wie die beiden Vorgängerprogramme auch, mitten ins Herz der anwesenden Erfurter. In der schon lange ausverkauften Alten Oper wurde bereits die erste Sichtung des Künstlers von frenetischem Beifall begleitet, natürlich auch eine Nachwirkung des exzellenten Auftritts vor anderthalb Jahren an gleicher Stelle mit "Thomas Bernhard hätte geschossen".

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Wiederum bot Georg Schramm weit über zwei Stunden seinen vier Persönlichkeiten volle Entfaltungsmöglichkeiten - Rentner Dombrowski, Sozialdemokrat August, Oberstleutnant Sanftleben und der namenlose rheinländische Magensondenvertreter auf 400€-Basis.

Rahmenhandlung des Programms bildete diesmal die Selbsthilfegruppe "Altern heißt nicht trauern", deren Vorsitz Dombrowski übernommen hat, OTL v. Sanftleben referiert, der Hesse August und der Rheinländer hören gesprächig zu. August begann, sein Luftgewehr streichelnd, mit den vertraut launigen Gedankengängen. Seine in "Mephistos Faust" noch so anrührend geäußerte Vorstellung vom bescheidenen Ruhestand mit seiner Frau ging tragischerweise nicht in Erfüllung - er ist nun Witwer und Kleingärtner. Er sinniert an der Oberfläche frohsinnig über seine Luftgewehr-Zielscheiben "Bild", Ackermann, Merkel, Westerwelle, ihm ist aber ständig die innere Verzweiflung anzumerken. Es brodelt auch in ihm, er will sich nicht mehr mit seinem Leben so abfinden, der bedächtige Sozialdemokrat wird impulsiv. Als ersten Akt des Ungehorsams gegenüber dem "normalen" Lauf der Dinge stiehlt er die Urne seiner Frau vom Frankfurter Hauptfriedhof und beerdigt sie unter ihrem ehemaligen Sitzplatz auf der heimischen Gartenbank. Später sympathisiert er offen mit den 4 greisen Entführern des Anlageberaters, später schließt er sich Flashmobs an, die in Supermärkten Dutzende voller Einkaufswagen zurücklassen. Unter heftigem Kirschwassereinfluss wird schließlich im Kleingärtnerkreis sogar das Überreichen einer Nicht-Schokopudding-Bombe an einen unwilligen Supermarkt-Geschäftsführer diskutiert.

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Sportschützen, Testosteron, der Unteroffizier der Reserve von Guttenberg und anderes Steinzeitliches werden in den zwei äußerst amüsanten Auftritten des Oberstleutnants von Sanftleben abgehandelt. Bittere Einsichten kommen natürlich auch hier zutage, die Figur lässt aber wie immer nichts an sich ran.

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Hauptfigur Dombrowski verändert sich dagegen beim zornigen Grübeln immer mehr, der Bogen spannt sich von der katholischen Kirche, Spekulanten, Finanzhazardeure bis hin zu Schwarz-Geldb ("Das Furunkel am Hintern des Bösen") - aber bei der wachsenden Rage bereitet ihm eins wirkliche Sorgen - sein Lebensende. Nicht das Ende selbst, nein, der Weg dahin. Eventuell als demenzkranker Pflegefall. Eine Krankheit, dessen offensichtliches Einsetzen man als Betroffener nicht mehr merkt. Fütterung mit Magensonde. Waschen, Füttern und Stuhlgang nur noch im Plural: "So, jetzt gibt es happihappi und dann gehen wir fein auf Toilette". Was er gegen diese Aussichten tun kann, welche Alternativen ihm bleiben.

Stille im Publikum, jeder stellt sich die Frage gerade selbst. Manche sicher nicht zum ersten Mal. Der gesenkte Blick fällt auf den schmalen Untertitel des Programms auf der Eintrittskarte: "Über die Zweckentfremdung der Demenz".

Dombrowski als Selbstmörder? "Wer dabei scheitert und erwischt wird, kommt zwangsweise in die Psychiatrie. [...] Am Weihnachts- und Silvesterabend sitzen wir dann im Gemeinschaftszimmer, vollgepumpt mit Stimmungsaufhellern und dürfen nun länger aufbleiben, weil doch die Ansprachen von Kanzlerin und Präsident so spät kommen." An dieser Stelle denkt man unweigerlich ein paar Minuten zurück, als Dombrowski zeterte:

Thomas von Aquin hat schon vor 600 Jahren vor Typen wie Christian Wulff gewarnt: "Die blasse Harmlosigkeit, die sich leider oft erfolgreich für Sanftmut ausgibt, sollte doch niemand für eine christliche Tugend halten."

Und ein extrovertierter, "Ich reiß einen mit"-Selbstmord? Dombrowski sitzt am Tisch, überlegt, vor ihm eine Pillendose. "20mg pro Kilogramm Körpergewicht. Wissen Sie, wieviele Pillen das bei mir sind? Und wenn ich dann noch, sagen wir mal, den gefesselten Hans-Olaf Henkel oder Hans-Werner Sinn neben mir sitzen hätte. Nein, nein, das dauert zu lange."

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Am Ende des Programms brandet tosender Beifall auf, der Künstler bedankt sich artig, ehrlich erleichtert ob des Erfolg seines jungen Programms. Man wirft einen letzten Blick auf das zur Garderobe fliehende Publikum. Bildungsbürger, zu 80% grau-meliert, Generation 50+, ganz typisches Kabarettpublikum, alle für sich wahrscheinlich hochsympathische Menschen.

Aber würde man diesen 950 Leuten auch nur ein kleines bisschen Rebellion gegen "alternativlose" Zustände und Lösungen zutrauen?

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Naja, er hat ja auch seine schönen Seiten.

Herbst

(Nikon Nikkormat FT-N, Nikkor-S 1.2/55 @ f2.8, Kodak Elitechrome 100)

:)

Montag, 4. Oktober 2010

Photobooth.

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Gestern auf der Hochzeit: Eine kleine improvisierte photobooth auf der Dachterrasse kann richtig Spaß machen - zumindest solange, bis ein 10jähriger "ginger freak" mit leichtem ADS das Stativ mit der Kamera drauf umrennt. ich freu mich schon richtig auf das Theater mit der Haftpflichtversicherung der Eltern...

Martin Sonneborn - "Heimatkunde" im HdS Erfurt, 3.10.2010

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Wie bereits erhofft, wurde die zweistündige Lesung von Martin Sonneborn vor ausverkauftem Haus, darunter immerhin 300 politisch Interessierte, 5 langhaarige PARTEI-Aktivisten, 4 "Wessis" und 6 Modellbahnfreunde, zu einer sehr lockeren, humorvollen und kurzweiligen Veranstaltung. Der - als solche erkennbare - Propagandaanteil für DIE PARTEI blieb mit etwa einem Viertel der Zeit überraschend kurz, der Wiederaufbau der Mauer wurde auch nur am Rande thematisiert. Vielleicht hatte Martin Sonneborn ja wirklich Angst vor einem wütenden Ossi-Mob. Am Abend des 20.2.1990 brüllte schließlich ein lauter, und daher als eher bildungsfern einzuschätzender Mob nur wenige hundert Meter weiter auf dem Domplatz "Wir sind ein Volk" dem sichtlich gerührten Helmut Kohl entgegen. Vielleicht war es aber tatsächlich nur die Tatsache, dass in Thüringen derzeit keine Wahlen anstehen. Die locker vorgetragene Geschichte mit dem von der PARTEI, Ortsgruppe Dresden geplanten Wiederabriß der Frauenkirche erwies sich trotzdem als Türöffner für die hiesigen Herzen.
Die nicht mit derart unsubtiler Propaganda besetzte Zeit wurde der pointiert vorgetragenen Lesung des Schöhnbohm-, Bootskapitän-, Modellbahner- und Chinesenkapitels aus seinem Buch "Heimatkunde" gewidmet. Da viele der Anwesenden nur den Film kannten, den ich übrigens als ein satirisches Meisterwerk schätze, illustrierten sie die darin stellenweise sehr flüchtig behandelten Szenen ideal. Die kleinen Überleitungen mit Hilfe kleiner Filmausschnitte aus "Heimatkunde" sind gut gelungen.
Ein paar Seitenhiebe auf die Bahn, mit der der Künstler heute abend ohne Zuhilfenahme des 3. Oktober-Bahnspecials nach Erfurt (Sonneborn: "Dings") anreiste, illustrierten zusammen mit dem offen zur Schau gestellten Biergenuss (ein Becks in der Pause mit Groupies, eins danach) seinen offensichtlich volkstümlichen Lebenswandel. Im zweiten Teil steigerte sich die Menge des audiovisuelle Inhalts auf geradezu hochaktuelles Niveau. Sein MacBook spielte die Clips der denkwürdigen (und natürlich bei youtube abrufbaren) heute-Show-Auftritte Sonneborns bei der Generika-Pharmalobby, als Google HomeView-Agent in einem Provinznest und als 60-Jahre-Grundgesetz-MC in Trebbin auf einer großen Leinwand ab. Nach mehr als zwei Stunden bester Unterhaltung endete die Lesung mit einem sehr guten Ankommer: "Schauen Sie, es ist schon spät und sie müssen morgen sicher auch wieder früh raus auf die Felder..."
Vor Erreichen des letzten Zuges (viel Spaß in der CityNightLine) blieb ihm aber noch Zeit zum Signieren mitgebrachter Devotionalien. So befinden sich seit etwa einer Stunde zwei von ihm signierte PARTEI-Poster bei mir an der Wandzeitungeinem Ehrenplatz im Flur. Eine von ihm in feiner Handschrift hinzugefügte Parole lautet:

"Die endgültige Teilung - das ist unser Auftrag!"

Freitag, 17. September 2010

Pause.

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Einen Tag vor der Eröffnung des 200. Münchner Oktoberfests brauchen alle Beteiligten mal eine kurze Verschnaufpause ;)

PS: Ein kleiner Gruß an die internierte Katze in Kanada:

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Montag, 13. September 2010

Sony Ericsson PC Suite - Backup/Restore-Probleme

Nur ein Tipp an alle, die in dieselbe Falle wie ich eben gelaufen sein sollten und nach der Handy-Wiederherstellung plötzlich eine Kontaktliste im Handy mit jeder Menge "Kein Name" und ohne Telefonnummer vorfinden sollten:

- Handy (hier: SE K800) soll neue Firmware erhalten, also den SE-Update-Service angeschmissen, Handy-Sicherung durch die Sony Ericsson PC Suite (hier noch in Version 3.0irgendwas, habs lange nicht mehr verwendet) erstellen lassen, neue Firmware wird zwischendurch geladen und auf Handy installiert. Prima. Handy bootet neu, alles leer. - Na ok, hab ja eben eine Sicherung erstellt, das Ruftonprofil usw. krieg ich auch so wieder hin.

- Die PC Suite hat ein Update für sich gefunden - auf Version 6.0.9, fein! Gleich installiert, startet auch. Der Sicherungspunkt von vor 15min wird auch angezeigt - also die vermeintliche Sicherung auf das nach dem Firmwareupdate leere Handy zurückgespielt.

"Grübel! Verdammt!"

- die Kontaktliste im Handy besteht zwar aus der gleichen Anzahl von Kontakten, aber alle sind namenlos und ohne Telefonnummern.

- Abhilfe: Die PC Suite legt die Sicherungsdaten in einer .dbk-Datei im Ordner "Eigene Dateien\Sony Ericsson\Sony Ericsson PC Suite\Telefonsicherungen" ab. Das ist glücklicherwiese keine dBase-Backup-Datei, wie an anderer Stelle behauptet wird, sondern eine ZIP-Datei. Bloß mit einer anderen Endung eben. Man benennt die Datei von bspw. "K800#5.dbk" in "K800#5.zip" um und entpackt sie mit WinRAR oder 7zip etc.

- Heraus kommt dann nämlich ein Ordner mit mit 5 Dateien, darunter eine "calendar.vcs" und eine "contacts.vcf". In der ersten sind Termine usw. enthalten, in der zweiten die Kontaktliste - in einem Standardformat, gottseidank. Die SE PC Suite kann damit freilich nichts anfangen, genauso wie sie Ruflisten, Profile, SMS, Mails usw. nicht abspeichert. Dem zuständigen Produktmanager bei SE wünsche ich an diesem Punkt einen langsamen, schmerzhaften Hirntod.

- Nil desperandum - Man organisiert sich jetzt die Software "MyPhoneExplorer", eine Freeware. (Der Autor freut sich aber über eine paypal-Spende.) Sie stellt eine nicht so überladene Alternative zur Sony Ericsson PC Suite dar und funktioniert auch ganz ausgezeichnet: Man kann damit nämlich unter "Extras->Sicherung Wiederherstellen" (im Auswahlfilter noch "*.vcf" auswählen) die oben ausgepackte "contacts.vcf"-Datei wieder ins Telefon synchronisieren - fehlerfrei.

- Ebenso kann man damit die Termine z.B. Mozilla Thunderbird/Lightning importieren, einfach die von Lightning exportierte .ics-Datei in .vcs umbenennen.

Donnerstag, 9. September 2010

Mittwoch, 8. September 2010

Die soziale Komponente fehlt heutzutage einfach.

Ein Gastbeitrag eines Bekannten, ich selbst habe davon keine Ahnung und damit auch gar nichts zu tun gehabt.

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Gerade beim Stöbern gefunden: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13499780.html

Während man als heutiger "Raubkopierer" ganz schnöde ein torrentfile im Hintergrund abarbeiten lässt oder auf den Link bei einem Share-Hoster klickt, manchmal noch in den Tiefen irgendwelcher Boards nach dem richtigen Passwort sucht, war das früher, so vor 20 Jahren, noch völlig anders. Das lief nicht anonym ab - obwohl nie jemand einen Namen abseits von Spitzname oder "Kampfname" wissen wollte - sondern war geradezu ein sozialer Akt. In voller Öffentlichkeit.

Man traf sich nämlich gleich persönlich im nagelneu eingerichteten Computerkabinett der örtlichen VHS jeden Dienstagabend um 19 Uhr, um die neuesten Errungenschaften der internationalen Spieleindustrie zu bestaunen. Und dank Cracker-Gruppen zu teilen.

Im bullig geheizten Raum standen acht Amiga 2000 samt PC-Erweiterungskarten bereit, mancher brachte seinen eigenen 500er im Stoffbeutel mit, der mit würmeligen Adaptersteckern an den RFT-Farbfernseher angeschlossen wurde und regelmäßig das Farbsignal verlor. In der Ecke lungerten meistens 2-3 "technologische Unterschichtler" an ihrem C64 und wedelten mit ihren klobigen 5,25" Floppys herum, während "wir" den Komfort der ultramodernen 3,5"-Diskette genossen. Irgendeiner brachte es schließlich auch immer fertig, den PC-Teil eines der dortigen Amiga2000 zu booten, indem er das "Janus"-Programm auf dem Workbenchdesktop bootete und dann irgendein geistlos umgesetztes EGA-Spiel auf 1,2MB-HD-Floppy kopieren zu wollen. Atari ST oder so kamen hier Gegend scheinbar nicht vor - gut so :)

Skid Row, Valhalla, Razor und wie sie alle hießen, die beim Booten mit ihren lustig animierten Entpack- und Patchroutinen die ziemlich ausgefeilten Kopierschutzmechanismen auf den Disketten aushebelten, waren aber unsere Helden. Sie sind der Hauptanschaffungsgrund für ein zweites Floppydrive gewesen. Denn nichts war doofer als beim genialen XCopy immer bei Track 69 von 80 die Quell- und Ziel-Diskette wechseln zu müssen, weil der immerhin auf 1MB ausgebaute RAM bereits voll war. Oder noch schlimmer - jemand brachte eine halbkaputte Diskette "von seinen Quellen" mit, die dann zeitraubend mit dem NibbleCopy-/DeepNibble-Modus ausgelesen werden musste. Und selbst dann war der Erfolg nicht garantiert - ich kenne z.B. keinen damaligen Amigabesitzer hier in der Stadt, der das geniale "Wings" (ein WW1-Actionklassiker von Cinemaware) vollständig durchspielen konnte. Denn immer irgendwann im im Spielverlauf (ich glaube, es war der Mai 1918) rödelte beim Laden der Mission das Floppy auf einer Stelle herum und meldete einen Lesefehler. Das war so nervig, dass ich das Spiel dann einige Zeit später gekauft habe.Genauso "Zak McKracken" und Monkey Island, deren Codetabellen- bzw. Drehscheibenabfrage leider bei uns in der Provinz schon in so einer miserablen Kopierqualität ankamen, dass man sie kaum noch benutzen konnte. Oder erinnert sich noch jemand an den auf 3 A4-Seiten kopierten und dann horizontal zusammengeklebten Techtree von Civilization 1? :)

Jedenfalls gab es Abende, da waren an einem A500 gleich drei externe Floppydrives angeschlossen - "Yo, mach mir davon auchmal ne Kopie." Der Bedarf an Disketten schien unersättlich, mehr als jede zweite Mark des Taschengelds, des Ferienjobs und Weihnachtsgelds gingen für die 10er Packs BASF Extra 3,5" 2DD-Disketten drauf (24,95DM). Noname war zurecht verpönt, für die 14,95DM bekam man immer mindestens 3 kaputte Disks im Pack.

Während man auf die "bespielten" Disks wartete, vergnügte man sich bei einer Runde "F16 Falcon", "Turrican" oder "IK+". Die "Competition Pro"-Joysticks quietschten also fröhlich vor sich hin, während im Hintergrund die Laufwerke rödelten.

Hachja....

Oder erinnert sich noch jemand an die zahllosen selbstgebauten Tooldisks, die miteinander darum eiferten, die meisten Party-Tools und Utilities auf den 880KB unterzubringen?

Naja, irgendwann 1992 war es leider vorbei, irgendeiner hatte uns verpetzt. Außerdem gab es ja jetzt diesen genialen Softwareverleih ums Eck, dem bei der Rückgabe häufiger mal die "bitte gleich zweimal kopieren"-Anweisungen aus dem Spielhandbuch entgegenfielen. Na und gleichzeitig fing bei uns die Mailbox-Zeit an - 9600 Baud im Mondscheintarif der Telekom, yess! -, dann kam der Compuserve-Einwahlknoten in München - tja, und dann das Internet.

Ungemütlicher, unsozialer Quatsch das Ganze. Hat jemand wiedermal Bock auf ne Kopierparty? :)

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Freitag, 3. September 2010

Analoge Nachlese.

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Ahlbecker Seebrücke und Strand. Dort wo das Ende von Loriots "Pappa ante Portas" gedreht wurde.

"Gehörst Du zur Familie?" - "Nee." - "Schwein gehabt!"

Swinemuende

Ein kleiner Leuchtturm mit Windmühlenflügeln, das Wahrzeichen von Swinemünde.

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- die Kinder emanzipieren sich heutzutage reichlich früh von ihren Eltern ;)

Donnerstag, 26. August 2010

Völlig unterzuckerte Kinder

Standesamt Erfurt, Lehrerin und ihre Klasse

- eine Erfurter Grundschullehrerin nach vollbrachter standesamtlicher Trauung :)

Dienstag, 24. August 2010

"I soag's gleich, i woar's nicht."

Letzte Woche sah noch alles prima aus:

Neppermin, Segelschiff Weisse Düne

Und gestern nun das:

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Der Tornado zog über das kleine Gewerbegebiet zwischen Neppermin bzw. Pudagla. Da oben ist zwar nur eine Kiesgrube, eine Motorsägen-Schnitzerei und ein etwas merkwürdiges Erfindungsmuseum - aber auch eine historische Bockwindmühle und eine kleine, liebevoll geführte Straußenfarm. Hoffentlich ist den Straußen und Nandus nichts passiert - sie sind ja schließlich lt. Lexikon nicht flugfähig ;)

Straussenfarm Pudagla

Nandu, Straussenfarm Pudagla

Sonntag, 22. August 2010

1 Woche Urlaub.

Sonnenaufgang, Heringsdorf

Strand Heringsdorf, Kutter Seeschwalbe

Segler, Sonnenaufgang, Heringsdorf

Lachmöwe im Schlichtkleid

Polnische Rettungsschwimmer

Strand bei Swinemünde

Strand bei Swinemünde

Leider nur eine Woche, aber Usedom läuft ja nicht weg.

Freitag, 30. Juli 2010

Donnerstag, 29. Juli 2010

Wasserklosett.

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Aktionskunst ;)

Sonntag, 18. Juli 2010

Autobahnpolizei.

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Die heutige Zweckentfremdung der A40 in Bochum, Abfahrt zum Stadionring. Es gibt doch schließlich immer was zu feiern, und wenn es man selbst ist :)

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